Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)
Allein stehend, arbeitslos, einsam, krank. Es sind immer wieder die gleichen Merkmale, die Menschen in die Not treiben. Ihnen ein wenig zu helfen, hat sich der „Adventskalender für gute Werke“, das Spendenhilfswerk der Süddeutschen Zeitung zur Aufgabe gemacht.
Seit dem Tod ihres Ehemanns lebt Doga R. allein und ist einsam. Ihren Lebensunterhalt bestreitet sie von einer kleinen Rente, Anspruch auf zusätzliche Grundsicherung hat sie nicht. Wegen starker Rücken- und Beinprobleme kann sie sich auch nichts dazuverdienen. Ihr einziger Trost ist ein kleiner Hund, aber für den kann sie nicht einmal die Tierarztrechnung bezahlen. Dank der Freisinger Tafel wird ihre Not ein wenig gelindert. Dringend benötigen würde sie aber jetzt warme Stiefel und Winterkleidung. Aber so etwas kann sie sich nicht leisten.
Allein stehend ist auch die aus Rumänien stammende Katharina S., die über den Tod ihres Sohnes nur schwer hinwegkommt. Sie leidet an Diabetes und Arthrose und lebt von der Grundsicherung. Jetzt ist ihre Waschmaschine kaputt gegangen, und sie hat kein Geld, sich eine neue zu kaufen.
Auch Amelie K. ist allein stehend und körperlich schwer angeschlagen. Weil sie nierentransplantiert ist, benötigt sie viele Medikamente, die nicht alle von der Kasse übernommen werden. Vor kurzem wurde sie wieder an der Hüfte operiert. Jetzt bräuchte sie dringend eine neue Matratze. Ihr Fernseher ist auch defekt. Geld dafür hat sie nicht.
In einer großen Lebenskrise steckt Jannis P. Seine Lebenspartnerin hat ihn verlassen und das gesamte Mobiliar, das auf ihren Namen angeschafft worden war, mitgenommen. Neue Möbel kann er sich nicht kaufen,weil er arbeitslos geworden ist. Gut erhaltene Möbel sind ihm jetzt für 400 Euro angeboten worden, aber selbst die hat er nicht.
Die Diagnose Krebs hat bei Franz F. eine psychische Krise ausgelöst. Ohnehin hatte der allein stehende Mann mit wenig Sozialkontakten ständig mit Krankheiten zu kämpfen. Jetzt benötigt er Kleidung, Schuhe, einen Bademantel für den anstehenden Klinikaufenthalt und Sondermedikamente, die von der Kasse nicht bezahlt werden. Aus eigener Kraft kann er das Geld dafür nicht aufbringen.
Ömar L. ist vor zehn Jahren aus Palästina geflüchtet. Mit seiner Frau und vier kleinen Kindern lebt er seither in Freising. Neun Jahre lang ging alles gut, aber jetzt hat er seine Arbeit verloren und das Familieneinkommen reicht gerade für das Nötigste. Vor wenigen Tagen hat er eine größere Stromrechnung bekommen, eine Nachzahlung ist fällig, aber von seinem Arbeitslosengeld kann er die nicht bezahlen. Ömar und seine Frau sind verzweifelt.
Die Familie M. kommt aus Nordafrika und wohnt seit acht Jahren im Landkreis. Die älteste Tochter macht gerade eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester, das jüngste Kind geht in den Kindergarten. Die mittlere Tochter besuchte die Grundschule und hat große Probleme mit der korrekten Anwendung der deutschen Sprache, hätte aber aufgrund ihrer Begabung die Chance, eine weiterführende Schule zu besuchen. Die Eltern können dem Mädchen nicht helfen, sie bräuchte eine gezielte Lernförderung, die sich die Familie nicht leisten kann.
Alia K. hat drei behinderte Kinder zur Welt gebracht und wurde deshalb von ihrem Partner verlassen. Sie lebt am Existenzminimum. Von der Nachbarschaftshilfe werden sie und ihre Kinder – eines ist mehrfachbehindert, eines blind – mit Kleidung und Lebensmittelgutscheinen versorgt. Ein Kind hatte sich an Weihnachten ein Fahrrad gewünscht, aber dieser Wunsch ist leider nicht in Erfüllung gegangen.
Menschen mit solchen Schicksalen werden immer wieder bei den Hilfsorganisationen vorstellig. Sie sind in Not und brauchen Hilfe. Aber Caritas, Diakonisches Werk, Nachbarschaftshilfe und andere Einrichtungen sind auf Spenden angewiesen, um Unterstützung leisten zu können. Der „Adventskalender für gute Werke“ will helfend einspringen und den in Not geratenen Menschen eine kleine Freude bereiten.
(SZ vom 29.12.11)