SZ Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung

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Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)

08.12.2011

SZ - Landkreisausgabe Freising

Hilfe für Familien in Not

Wenn kinderreiche Familien in Not geraten, wenn Eltern nicht mehr wissen, wie sie ihren Kindern ein normales Leben ermöglichen sollen, weil ihr Einkommen nur zum Nötigsten reicht, dann ist der Kinderschutzbund gefragt. Er hilft mit Rat und Tat und leistet im Rahmen seiner Möglichkeiten auch finanzielle Hilfe.



Der Adventskalender für gute Werke, das Spendenhilfswerk der Süddeutschen Zeitung, will den Kinderschutzbund auch heuer wieder unterstützen, damit er Kindern an Weihnachten eine kleine Freude bereiten kann.
Da ist etwa die Familie Garba aus Togo, die vor etwa 15 Jahren nach verschiedenen Stationen in Freising gelandet ist und hier Asyl gefunden hat. Sie hat fünf Kinder, zwei Buben und drei Mädchen zwischen drei und 14 Jahren. Nachdem Vater und Mutter inzwischen beide Arbeit gefunden haben, sind sie nicht mehr auf Hartz-IV angewiesen. Doch damit ist auch der Verlust gewisser Leistungen verbunden, so dass die Familie kaum besser dasteht als zuvor. Der Kinderschutzbund unterstützt die Familie durch Spenden aus seiner Kleiderkammer. Vor einiger Zeit sind die Garbas in eine größere Wohnung umgezogen. Die Möbel konnten sie größtenteils bei Rentabel besorgen, dem Second-Hand-Warenhaus der Caritas. Aber es fehlen noch einige elektrische Geräte für die Küche und die größeren Kinder wünschen sich vom Christkind ein funktionstüchtiges Fahrrad.
Die vermeintlich guten Arbeitsmöglichkeiten haben die Familie Mendel 1998 dazu veranlasst, von Thüringen in den Landkreis Freising zu ziehen. Zur ältesten Tochter, mittlerweile 16 Jahre, gesellten sich noch zwei Schwestern, jetzt vier und sechs Jahre alt. Im Laufe der Zeit stellten sich bei den Kindern jedoch körperliche Behinderungen heraus, die ständige Arztbesuche und teure Behandlungen erfordern, die nicht alle von der Krankenkasse übernommen werden. Die Situation der Familie hat den Vater depressiv werden lassen, mittlerweile hat er seinen Arbeitsplatz verloren und auch seine Frau hat inzwischen keine Arbeit mehr. Mit gebrauchter Kinderkleidung aus seiner Kleiderkammer unterstützt der Kinderschutzbund auch diese Familie. Doch die beiden kleinen Mädchen wünschen sich zu Weihnachten Spielsachen, die 16-Jährige hätte gerne einmal ein neues Kleidungsstück und einige Kosmetikartikel, wie sie für ein Mädchen ihres Alters angesagt sind. Benötigen würde die Familie auch bestimmte Sportgeräte, um den körperlichen Einschränkungen der Kinder entgegenzuwirken.
Marina M. ist alleinerziehende Mutter eines achtjährigen Sohnes. Gleich nach der Geburt des kleinen Robert ist der Vater verschwunden und hat sich seinen Unterhaltspflichten entzogen. Weil die Leistungen des Jugendamts – Unterhaltsvorschuss – auf sechs Jahre begrenzt sind, kann Marina M. von dieser Seite mit keinen finanziellen Hilfen mehr rechnen. Weil die junge Mutter ihre Schule abschließen wollte und danach ein Studium begonnen hat, kam Robert früh in eine Krippe. Für ihn bekommt sie nun Leistungen nach Hartz IV, die ihr selbst als Studentin nicht zustehen. Mit gelegentlichen Arbeiten hält sie sich über Wasser, was jedoch ihre Zeit zum Studieren stark einschränkt.
Der ständige finanzielle Druck belastet Marina M.. Wie sie Robert seinen Weihnachtswunsch – einen Schreibtisch und einen Bürostuhl – erfüllen soll, ist ihr ein Rätsel. Der Adventskalender für gute Werke möchte Christkind spielen und dem kleinen Robert und seiner Mutter eine Weihnachtsfreude machen.

(SZ vom 08.12.11)