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Sie ist hilfsbereit, beliebt, spielt und singt gerne: Doch die 31 Jahre alte Mutter von drei Kindern aus Germering ist alles andere als unbeschwert. Seit sieben Jahren wird sie immer wieder von psychischen Problemen geplagt. Ihr Leiden begann im Oktober 2004. Damals unternahm sie mit einer ihrer beiden Töchter eine Mutter-Kind-Kur.
Während des Aufenthalts traten erstmals Symptome auf, die den Verdacht auf eine akute Psychose nahelegten. Ihr Mann und die ältere Tochter holten sie mit dem Zug ab. Rund ein halbes Jahr wurde die Germeringerin daraufhin in einem Krankenhaus behandelt, ehe sie wieder nach Hause konnte. Aufgrund der Behandlung sowie einer weiteren Therapie gelang es der jungen Mutter, ihre psychischen Probleme in den Griff zu bekommen. Eine Haushaltshilfe nahm ihr Arbeit ab, in einer Tagesklinik wurde sie weiterhin behandelt.
Weil sich ihr Ehemann in dieser Zeit von ihr trennte, musste sie allerdings nach wenigen Monaten in eine therapeutische Wohngemeinschaft ziehen. Ihre gesundheitlichen Probleme tauchten im Jahr 2007 abermals auf und zwangen sie zu einem weiteren Klinikaufenthalt. Im Anschluss kümmerte man sich in der Psychiatrischen Tagesklinik in Fürstenfeldbruck um sie.
Den Klinikaufenthalt hat die Germeringerin bereits längere Zeit hinter sich. Sie wird weiterhin betreut, kann aber wieder gut zu Hause leben.Die 31-Jährige hat ein zweites Mal geheiratet und bekam vor zwei Jahren ihr drittes Kind. Um dieses kümmerte sie sich ein Jahr lang allein, inzwischen wird sie durch einen Krippenplatz entlastet. Allerdings empfindet sie die Trennung von ihren beiden Töchtern aus erster Ehe als schmerzlich. Die beiden Kinder musste sie wegen ihrer psychischen Probleme vor drei Jahren abgeben. Nun wünscht sie sich sehnlich, dass die beiden Mädchen zurückkehren können und sie mit ihnen wieder in einer Familie zusammenleben kann. Ein Urlaub mit Ehemann und ihren drei Kindern, das ist der Weihnachtswunsch der 31 Jahre alten Germeringerin. Gemeinsam möchten die fünf nach Italien fahren.
(SZ vom 22.12.11)